Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

(Albert Schweitzer)

Feiert mit uns unseren schönsten Tag:  05. August 2017,

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Rose, die Braut

Rose wollte nach ihrem Abschluss der Handelsschule unbedingt arbeiten und ihrer alleinverdienenden Mutter die Verantwortung für die beiden jüngeren Brüder ein wenig abnehmen. Die Stelle in einer großen Buchhandlung war die erste, die Rose angeboten wurde, und obwohl es nicht ihr Traumjob war, akzeptierte sie. Die Abteilung für Reiseführer, Landkarten und Bildbände fremder Länder machte es wieder wett. Reisen war schon immer ein Traum von Rose gewesen, bisher aber immer an den mangelnden finanziellen Mitteln gescheitert. Sie begann jeden Cent, den sie erübrigen konnte, zu sparen, machte so viele Überstunden, wie sie nur konnte, hatte zeitweise sogar einen zweiten Job. Alles, um den großen Traum wahr werden zu lassen.
Rose liebt alles, was mit Bewegung zu tun hat. Bis zu ihrer großen Reise nur, was nicht viel kostet, wie joggen, schwimmen oder Rad fahren. Mittlerweile hat sie sich eine Schiausrüstung gegönnt und macht die umliegenden Schipisten unsicher.
Letztes Jahr war es dann soweit mit der großen Reise. Rose plünderte ihr Sparkonto und gemeinsam mit Freundin Jenny flog sie für vier Wochen auf ihre Trauminsel Hawai.
Vier traumhafte Wochen voller Sonne, Wellen, Strand – unzählige Ausflüge und 2000 Fotos inklusive.
“Ich muss unbedingt wieder hinfliegen”, schwärmt Rose begeistert.

Dominik, der Bräutigam

Dominik hat bereits nach seinem Bachelorabschluss der Finanzmathematik und Betriebswirtschaftslehre bei einer großen Bank zu arbeiten begonnen – er konnte es einfach nicht mehr abwarten, das Gelernte in die Praxis umzusezten. Den Masterabschluss machte er dann einfach nebenbei.
Als vor einigen Jahren Dominiks Großvater starb, vermachte er ihm ein wenig Geld, das Dominik klug anlegte und so, trotz der unruhigen Zeiten, ein kleines Vermögen entstanden ist.
“Schon mein Großvater war Banker”, erzählt er. Wie es scheint, hat er das Händchen für’s Finanzielle von ihm geerbt.
Dominik selbst bezeichnet sich als “High-sensation-seeker”, jemand der den Kick liebt, ja sogar braucht, und spielt damit auf seine Leidenschaft fürs Börsengeschäft an. Das scheint wohl auch in den Genen zu liegen.
Bisher hat es keine seiner Freundinnen lange mit ihm ausgehalten. Börsenkurse, Aktienberichte und der Wirtschaftsteil diverser Zeitungen waren viel interessanter, als ein Date oder der Valentinstag. Es hat ihm eine steile Bankkarriere eingebracht. Mittlerweile ist er Filialleiter, aber er will noch weiter hinauf.
Als Ausgleich zu seinem stressigen Job findet man Dominik jeden Morgen auf dem Laufband im Fitnessstudio, mit Freund Markus am Squashcourt, oder wochenends beim Downhill mit dem Mountainbike auf den steilsten Strecken.

Unsere gemeinsame Geschichte …

Rose und Dominik lernten sich über dem Atlantik kennen.
Rose und Freundin Jenny waren von ihrem Hawaiurlaub kommend, mit einem Zwischenstopp in New York, auf dem Heimflug.
Dominik hatte eine, selbst für seine Verhältnisse, hektische Zeit hinter sich. Eine Woche New York, als Fortbildung geplant, mutierte unvermutet zum Schichtbetrieb. Zu Hause war sein Chef mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Alle anfallenden Belange liefen über Dominiks Telefon. Die Zeitverschiebung war der reinste Horror.
Beim Heimflug freute sich Dominik deshalb auf ein paar Stunden Schlaf. Er stellte sein Telefon ab und machte es sich so bequem wie möglich, als Rose und Jenny, seine Sitznachbarinnen eintrudelten.
“Ein Blick in Rose blaue Augen, und weg war die Müdigkeit”, erinnert sich Dominik an jenen Augenblick.
“Wir haben dann die ganze Zeit geredet”, erzählt Rose. “Er kennt Manhatten wie seine Westentasche.”
Dominik half Rose die vielen Fotos von New York zu sortieren und zu beschriften. Im Gegenzug erzählte sie ihm eine Menge über ihren Aufenthalt in Hawai. Ein Land, von dem auch Dominik sofort angetan war. An Schlaf war nicht mehr zu denken.
Zu Hause angekommen, tauschten sie ihre Telefonnummern aus, und mit dem übliche “Ich ruf dich an!” verabschiedeten sie sich. Das war es dann erstmals.
Dominik wurde von seiner Arbeit überrollt und Rose machte sich daran die 2000 Fotos von Hawai zu ordnen. Der Alltag hatte auch sie wieder voll im Griff.
Eines Tages lud eine neugierige Kollegin Rose zum Mittagessen ein – sie wollte die Hawaigeschichte exklusiv hören. Rose wollte schon absagen, überlegte es sich aber im letzten Moment doch noch.
Sie landeten in einem gemütlichen Restaurant gleich um die Ecke, in dem Rose auf Grund ihrer bisherigen Sparpläne noch nie gewesen war. Die Kollegin steuerte sofort einen Tisch mit einigen Herren in schwarzen Anzügen zu, von denen sie mit großem Hallo begrüßt wurden. Rose staunte nicht schlecht, als sie Dominik unter den Herren erkannte.
Seine Bankfiliale befindet sich gleich um die Ecke von Roses Buchhandlung, und es grenzt eigentlich an ein Wunder, dass sich die beiden nicht schon viel früher über den Weg gelaufen waren.
Von da an verbrachten sie ihre Mittagspause gemeinsam.
Domink stellte überrascht fest, dass seine geliebten Börsenberichte plötzlich an Attraktivität verloren, Rose ihre Ziele genauso verbissen verfolgte wie er, und sowieso nichts auf der Welt interessanter war als Rose.
Und – die Hochzeitsreise geht natürlich nach Hawai.